Handyverbot an der JMS

 

Gesamtkonferenz bestätigt Handyverbot

Sehr geehrte Eltern,

am 9. Oktober 2014 hat die Gesamtkonferenz der JMS nach ausführlicher Diskussion eine Änderung der Schulordnung abgelehnt: Es bleibt beim Nutzungsverbot für Handys/Smartphones für Schülerinnen und Schüler während der gesamten täglichen Schulzeit. Mitgeführte Mobilgeräte bleiben ausgeschaltet. Lehrer/innen werden trotz des Verbots genutzte Handys für den laufenden Schultag abnehmen. Bei häufigen Verstößen werden die Eltern gebeten, die Handys abzuholen.

Wirklich wichtige Telefonate können (kostenfrei) im Sekretariat geführt werden. In fast jedem Klassenraum stehen bereits moderne Medien für Recherchezwecke zur Verfügung (Whiteboards und/oder Laptops mit Internetanschluss). Ihre Nutzung kommt allen gleichermaßen zugute, nicht nur den Besitzern teurer Smartphones. Außerdem können Lehrerinnen und Lehrer eigene Smartphones jederzeit wie z. B. einen CD-Player für unterrichtliche Zwecke einsetzen. Ansonsten sind auch sie Vorbilder für ihre Schüler. Sie führen ihre Handys nur mit, weil sie auch in Notfällen erreichbar sein müssen.

Der PC-Raum wird selbstverständlich weiter seine unterrichtliche Bedeutung haben, in der Bücherei können bereits jetzt sieben iPads für Recherche-Zwecke oder Dokumentationen genutzt werden.

Natürlich kennen wir Lehrerinnen und Lehrer alle gewichtigen Gegenargumente. Aber wir handeln aus Verantwortung für unsere Schülerinnen und Schüler, die Ruhe und Aufmerksamkeit für konzentriertes Lernen brauchen. Sie geben selbst zu, dass vibrierende Handys ein starkes Verlangen auslösen, nach den neuesten Nachrichten auf WhatsApp zu schauen und sie möglichst auch zu beantworten. Sie geben selbst zu, dass Smartphone-Recherchen vorgetäuscht werden, um in Wahrheit heimlich andere Dienste zu nutzen. Sie geben selbst zu, dass in den Pausen mehr auf das Smartphone gestarrt wird, statt notwendige Gespräche zu führen.

Es gibt bereits Klassen, die überlegen, am Morgen in eigener Verantwortung (!) Handys wegzuschließen, um gar nicht erst in Versuchung zu geraten. Das Beispiel zeigt aber, dass unsere Schüler im Grunde dankbar sind für konsequentes Erziehungsverhalten.

Liebe Eltern, in unserem Methodencurriculum ist natürlich auch der Umgang mit modernen Medien enthalten. Insbesondere in den Jahrgängen 5 bis 7 thematisieren wir schon die Chancen und Gefahren des Internets, insbesondere der bekannten sozialen Netzwerke, Stichwort: Mobbing. Dazu laden wir z. B. Experten in die Schule ein, wie Herrn Wirbelauer vom "Sorgentelefon" der Polizei.

Mit Unterstützung des Schulelternbeirates und des Fördervereins ist es möglich, Informationsveranstaltungen zur Thematik anzubieten. Sicher kennen Sie auch den Medienratgeber für Familien: www.schau-hin.info, aktuell gibt es dazu jetzt Hefte, z. B. "Wie surfen unsere Kinder sicher mobil", "Wie geht mein Kind richtig mit Computerspielen um?" oder: "Medien gemeinsam entdecken / Eltern und Kinder - starke Teams". Die Broschüren liegen auch in der Schule aus, das letztgenannte Heft sogar in Türkisch.

Unser Gesamtkonferenzbeschluss kann im besten Falle auch Ihnen hilfreiche Argumente für einen verantwortlichen Umgang Ihrer Kinder mit den modernen Medien liefern.

Lassen Sie uns gerade hier am gemeinsamen (Erziehungs-)Strang ziehen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Anke Wegerle, Schulleiterin